Tittie-Tints

Ein bunter Tag unter Buusenfreundinnen

Brustkrebs braucht Farbe

Titties raus, Farbe drauf! Nach einer Brustkrebs-OP sich dem eigenen, veränderten Körper wieder annähern – Tittie-Tints macht es zum Happening. In einem geschützten Raum und unter Frauen, die ihre Narben tragen.

Inspiriert von den berühmten Anthropometrien von Yves Klein wird der Körper zum lebenden Pinsel. Ohne Anspruch auf Perfektion, aber mit einem tieferen Sinn. Statt wegschauen: anfassen, anmalen, sichtbar machen. Narben inklusive.

Eingeladen sind alle Frauen mit Erst-, Zweit- und ausdrücklich auch bei metastasierter Erkrankung. So verschieden die Geschichten sind, die oft radikale Veränderung ihres Körpers haben alle erlebt. Und genau das schweißt zusammen. Auf einmal stehen lauter farbverschmierte Buusenfreundinnen im selben Raum und merken: Ich steh nicht allein da.

Das ist der Moment, in dem aus einer Patientin wieder eine Gestalterin wird. Die sich im Spiel mit Farbe dem eigenen Körperbild nähert, sich ein Stück Kontrolle und Selbstwirksamkeit zurückholt.

Die Tittie-Tints sind wiederkehrende Aktionen in ganz Deutschland. Immer in einem geschützten Raum und begleitet vom Buusenkollektiv, der Community für alle mit Brustkrebs. 

Foto von den Tittie-Tints
Foto von den Tittie-Tints

Das Steckt Dahinter

Die Auseinandersetzung mit den Veränderungen

Kunsttherapie im Allgemeinen basiert auf der Erkenntnis, dass das Malen und Gestalten heilende Wirkung auf Erkrankte hat. Ziel ist dabei nicht in erster Linie die Schaffung von „Kunstwerken”, sondern vielmehr der Zugang zur eigenen inneren Welt.

Mit den „Tittie-Tints” soll dies noch erweitert werden und den Frauen eben nicht nur der Zugang zu Emotionen, sondern insbesondere auch die Auseinandersetzung mit den körperlichen Veränderungen ermöglicht werden.

Bunter tag unter Buusen­freundinnen

Viele Betroffene haben nach der Operation Hemmungen, ihren Oberkörper anzufassen, zu betrachten, sich mit den Narben auseinanderzusetzen. Die „Tittie-Tints” bieten dafür einen geschützten und – durch die Arbeit mit den Fingerfarben – auch spielerischen Rahmen, um sich selbst dem eigenen Körper anzunähern. Dies kann dazu führen, dass es den Frauen besser gelingt, sich der Krankheit mit all ihren Herausforderungen zu stellen.

Unser Ziel ist es, dass sich die betroffenen Frauen als Gestalterinnen erleben. Dieser Wechsel von der – manchmal stark als passiv empfundenen – Rolle der Patientin zur Gestalterin kann den Frauen helfen, das Gefühl von Kontrolle und Selbstwirksamkeit zurückzugewinnen. Gleichzeitig erleben sie sich in einer Gruppe Gleichgesinnter und können sich untereinander austauschen.

Sei dabei & verewige deine Schönheit

Du hast Lust bekommen, selbst an den „Tittie-Tints” teilzunehmen und neue Buusenfreundinnen kennenzulernen? Dann melde dich gerne an! Wir schaffen gemeinsam einen Safespace mit anderen an Brustkrebs erkrankten Frauen, viel bunter Fingerfarbe, jeder Menge Spaß, Verständnis und Herzenswärme.

22.08

Tittie-Tints in Dresden

(Adresse nach der Anmeldung)

Samstag, 22.08.2026

11 – 14 Uhr

29.08

Tittie-Tints in Düsseldorf

(Adresse nach der Anmeldung)

Samstag, 29.08.2026

10 – 15 Uhr

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Einblicke & Ausstellung

Hier bekommst du einen Eindruck davon, wie ein Tittie-Tints-Event aussieht – vom ersten Pinselstrich bis zur fertigen Ausstellung. Bunte Oberkörperabdrücke, strahlende Gesichter, echte Momente.

Faqs

Du bist dir unsicher, ob die „Tittie-Tints” etwas für dich sind? Du hast Fragen zum Ablauf? Schau mal in die FAQs oder melde dich jederzeit bei uns.

Die Tittie-Tints sind unser kreatives Selbsthilfeangebot für Frauen mit und nach Brustkrebs. Dabei wird der eigene Körper zur Leinwand – Narben inklusive. Gemeinsam wird gemalt, ausprobiert, gelacht und sich ausgetauscht – auf und rund um den eigenen Körper. Dabei geht es nicht darum, ein Kunstwerk zu schaffen, sondern darum, den eigenen Körper neu zu entdecken, sich wieder als Gestalterin zu erleben und eine gute Zeit miteinander zu haben.

Ganz und gar nicht! Bei den Tittie-Tints geht es nicht um Talent oder darum, etwas „richtig“ zu machen. Du darfst einfach ausprobieren, drauflosmalen und schauen, was entsteht.

Bei den Tittie-Tints wird auf nackter Haut gearbeitet. Du entscheidest dabei jederzeit selbst, was sich für dich gut anfühlt und wie viel du zeigen möchtest. Wenn du währenddessen merkst, dass du dich doch nicht zeigen möchtest, ist das völlig okay. Gleichzeitig solltest du wissen: Du wirst auch die nackten Körper und Narben anderer Buusenfreundinnen sehen, ganz selbstverständlich und ohne Wertung.

Am besten etwas, das auch ein bisschen Farbe abbekommen darf. Wir arbeiten zwar Oberkörperfrei, aber trotzdem kann auch Farbe an die Hose kommen. Bei allen Tittie-Tints gibt es die Möglichkeit im Anschluss zu duschen, so dass du in normaler Kleidung wieder nach Hause gehen kannst.

Dann bist du trotzdem genau richtig. Brustkrebs kann den Blick auf den eigenen Körper verändern – und genau dafür wollen wir Raum schaffen. Bei den Tittie-Tints wirst du sehen, wie unterschiedlich unsere Körper, Narben und Geschichten sind. Und vielleicht tut es gut zu merken: Du bist damit nicht allein.

Nein. Du musst weder Mitglied sein noch schon jemanden kennen. Die Tittie-Tints sind eine schöne Gelegenheit, andere Buusenfreundinnen kennenzulernen und gemeinsam eine gute Zeit zu haben.

Was noch so bei uns läuft

Die Tittie-Tints sind nur eines unserer Angebote. Schau dir an, was wir sonst noch machen – von den Tittie-Talks bis zur WhatsApp Community.

Illustration von laufenden Brüsten

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